Geschichten mit Social-Media-Inhalten erzählen

Mit Storify wird der Journalist zum Kurator. Mit dem Internetdienst können Onlinebeiträge zu einem bestimmten Thema in einer Art Zeitleiste („Story“ genannt) zusammengefasst werden. Dabei kann Storify auf Inhalte von Twitter, Facebook, Flickr, tumblr und anderen Angeboten im World Wide Web zurückgreifen und deren Inhalte zu einer Geschichte verknüpfen.

Und so geht es:storify-17-46

  1. Registriert euch bei Storify und meldet euch anschließend an.
  2. Klickt oben rechts auf „New Story“.
  3. Anschließend könnt ihr Eure Story bearbeiten.
  4. Sind alle Inhalte platziert, klickt auf „Publish“ oben in der Mitte.
  5. Danach klickt ihr oben links auf das Feld „Published“ und sich im dann aufklappenden Menü  auf „View published story“. Diese wird anschließend in einem neuen Fenster geöffnet.
  6. Dort erhaltet ihr über die „Embed-Schaltfläche“ oben rechts einen HTML-Code, den ihr in die Zwischenablage kopiert.
  7. Den WordPress-Beitrag auswählen, in den die Story eingebunden werden soll.
  8. Die Ansicht im Textfeld on „Visuell“ auf „Text“ ändern (oben rechts über dem Textfeld).
  9. In den Bereich klicken, wo die Story platziert werden soll.
  10. Den Code aus der Zwischenablage einfügen.
  11. Aktualisiert bzw. speichert Euren Beitrag.

Die einzelnen Werkzeuge

Auch Storify ist ziemlich intuitiv aufgebaut. Wenn ihr eine neue Story erstellt, habt ihr ein leeres Arbeitsblatt vor Euch. Dieses könnt ihr zunächst mit einer Überschrift und einer Beschreibung versehen.

Ein Klick in den leeren Bereich platziert dort einen Textblock. Diesen könnt ihr mit der darunter angebrachten Werkzeugleiste formatieren. Ihr könnt die Wörter fett, kursiv unter- oder durchgestrichen darstellen lassen, mittels des Kettensymbols einen Link hinterlegen oder per Klick auf das Insert-Feld weitere Textfelder, horizontale Linien oder einen Zeitstempel hinzufügen. Zu den Menüpunkten über der Arbeitsfläche: Undo und Redo machen Änderungen rückgängig oder holen versehentlich zurückgesetzte Änderungen wieder hervor. Mit „Reorder“ lassen sich die Inhalte nach dem Datum aufsteigend oder absteigend neu sortieren. „Collapsed View“ erzeugt eine kompaktere Darstellung und mit dem Zahnrad lässt sich die Zeitzone ändern. In der Regel ist aber die richtige ausgewählt.

storify36-36-45Wirklich spannend ist das Menü oben rechts. Dort besteht die Möglichkeit, diverse soziale Netzwerke nach bestimmten Inhalten zu durchsuchen. Die Ergebnisse werden anschließend direkt unter dem Menü in einer Liste dargestellt und lassen sich bequem an einem beliebigen Ort der Story platzieren. Die Suche klappt wunderbar bei Twitter. Ihr könnt beispielsweise Tweets oder Bilder suchen, Beiträge einzelner User und seine Favoriten anzeigen lassen. Bei der Suche nach Tweets empfiehlt es sich, Retweets auszuschalten. So werden nur Originalmitteilungen angezeigt.

Um Inhalte bei Facebook zu suchen, müsst ihr Euch per Storify zunächst mit Eurem Facebook-Zugang anmelden. Es ist aber quasi sinnlos, das Storify kaum brauchbare Ergebnisse findet. Einzelne (öffentliche) Kommentare oder Posts können aber, so man die Adresse kennt über die Link-Funktion (siehe unten) eingebettet werden

Bei Google Plus läuft das, wie auch bei Youtube, Ghetty Images sowie Flickr viel besser und ohne Anmeldung. Die wiederum ist bei der Instagram-Suche wieder erforderlich. Dort funktioniert die Suche aber auch nur eingeschränkt. Mit Anführungszeichen zusammengefasste Phrasen führen beispielsweise zu keinem Ergebnis. Die Suche nach einem Stichwort hingegen schon. Die Google-Suche arbeitet hingegen wie gewohnt und auch die Gif-Suche führt zu brauchbaren Inhalten. Über das Ketten-Symbol ganz rechts lassen sich schließlich noch beliebige Internetseiten einbinden, womit quasi der Inhalt des ganzen Internets genutzt werden kann. Vorsicht gilt bei der Bildnutzung. Hier drohen Urheberrechtsverstöße.

Anwendungsbeispiele:

Die Kosten:

Storify ist in der Basisversion kostenfrei nutzbar. Dafür blendet das Unternehmne  sein Logo in die „Stories“ ein. Darüberhinaus steht eine “Enterprise”-Version mit erweiterten Funkionsumfang zur Verfügung. Um die Kosten zu erfahren, werden Benutzer gebeten, das Unternehmen zu kontaktieren.

Die Alternativen:

  • storyful.com/ funktioniert ähnlich wie Storify, kann aber nicht auf ganz so viele Quellen zurückgreifen.
  • Auch scoop.it lassen sich Informationen im Netz suchen, sammeln, aufbereiten und teilen. Die Beiträge aus dem Netz werden dabei wie auf einem Leuchttisch angeordnet.
  • Mit ein wenig Handarbeit lassen sich Social-Media-Beiträge auch ohne Drittanbieter zusammenstellen. Wie das geht, beschreibe ich in dem Artikel Social-Media-Beiträge einbetten.

Aufgabe 2: Erstellt mit Storify eine Geschichte zum Thema „Die Zukunft des Journalismus“

Bildnachweis: Das Bild 640px-Noun_33167_-_Social_media.svg.png ist von von Milky – Digital Innovation (The noun project) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Matthias Süßen Verfasst von:

Matthias Süßen arbeitet als freier Journalist, Blogger und Trainer. Er berät Medienunternehmen und wissenschaftliche Institutionen im Bereich Social Media, Mobile Reporting, Online- und Videojournalismus. Hier bloggt er zu seinen persönlichen Interessengebieten Fotografie, Reisen, Wissenschaft und Technik, Online-Journalismus sowie zu Themen der Lokalgeschichte Ostfrieslands.

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