Das Frank-Ratchye STUDIO for Creative Inquiry at Carnegie Mellon University hat gemeinsam mit Künstlern und Designern ein neues Spielzeug Hilfsmittel für Journalisten gebastelt. Mit Terrapatern lassen sich Satellitenbilder nach bestimmten Strukturen durchsuchen.

Das funktioniert erfreulich einfach. Zunächst wählt man eine der bislang erfassten Städte aus und sucht dort wie von google gewohnt nach einer Adresse von der man weiß, dass sich dort eine bestimmte Struktur, beispielsweise ein Flugzeug, ein Haus oder ein Brunnen befindet. Anschließend bewegt man den Cursor an genau diese Stelle und erhält nach einem Klick Bilder aus ganz Berlin angezeigt, die diesem ähneln. Wer also nach einem Bootsanleger sucht, wählt einfach das Bild eines Stegs am Wannsee aus und erhält umgehend eine Liste mit vergleichbaren Objekten nebst ihrer Position in Berlin angezeigt.
Noch steckt das Projekt, welches im Ergebnis die erste frei verfügbare Suchmaschine für Satellitenbilder sein wird, in den Kinderschuhen. Nur wenige Großstädte sind bisher erfasst. In Deutschland ist es nur Berlin. Aber schon dort macht es Spaß, auf Entdeckungsreise zu gehen. Bleibt zu hoffen, dass irgendwann der gesamte Globus erfasst ist. Danach freue ich mich, auch den Mond auf diese Weise zu durchsuchen.
Zum Tool: http://www.terrapattern.com

Matthias Süßen ist Journalist, Social-Media-Coach und Kommunikationsberater mit langjähriger Erfahrung in der Medienarbeit. Fest im Norden verwurzelt, begleitet er die digitale Transformation mit journalistischer Neugier und technischem Scharfsinn – sei es bei der Analyse von Daten oder dem Testen neuester KI- und Social-Media-Tools. Auf seinem Blog gibt er sein Wissen zu Medienkompetenz und moderner Kommunikation weiter. Für ihn ist die digitale Transformation kein bloßes Schlagwort, sondern eine tägliche Einladung, Journalismus und Kommunikation mutig neu zu denken.
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