Kostenlose Software für Blogger und Journalisten

Veröffentlicht von Matthias Süßen am

Die Zeiten, in denen für die Büroausstattung hunderte oder gar tausende von Euro zu berappen waren, sind wohl endgültig vorbei. Professionelle Software muss heute nicht mehr teuer sein. Nachdem ich in meinem jüngsten Beitrag bereits Digitale Hilfsmittel (nicht nur) für Blogger und Journalisten vorgestellt habe, folgen nun die Programme, die den täglichen Arbeitsablauf eines Readkteurs erleichtern. Soweit möglich, bevorzuge ich kostenlose Lösungen. Lediglich in den wenigen Fällen, in denen dies nicht möglich ist, kommen kommerzielle Varianten zum Einsatz.

Büro-Software

Microsoft ist zwar immer noch der Platzhirsch, doch gibt es kaum Grund, für Büro-Software viel Geld auszugeben. Denn auch diese gibt es zum Nulltarif. Gleich mehrere kostenlose Lösungen wollen die die Vormachtstellung von Microsoft-Office brechen. Inzwischen sind sie auf einem guten Weg. So zum Beispiel Apache OpenOffice (vormals OpenOffice.org), dass auch ich einsetze. Es steht  für alle wichtigen Betriebssysteme (Windows , Mac, Linux) zur Verfügung. Mit Programmen zu Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und zum Zeichnen sind nahezu alle Anforderungen an ein zeitgemäßes Office-Paket abgedeckt. Ein Datenbankprogramm und ein Formeleditor sind ebenfalls enthalten. Natürlich ist Apache OpenOffice mit Microsoft Office kompatibel: Es öffnet alle Dokumente, die mit Microsoft-Programmen erstellt wurden. Beim Speichern unterstützt das Programmpaket allerdings nur ältere Office-Datenformate. Neben Apache Openoffice, dass in Deutschland inzwischen einen Marktanteil von 21,5 Prozent hat, gibt es noch NeoOffice für den Mac sowie die im September 2010 aus dem Office-Paket OpenOffice.org hervorgegangene Abspaltung LibreOffice, die für verschiedene Betriebssyteme vorliegt. Beide sind ebenfalls gratis erhältlich.

Download: Apache OpenOffice

Multimedia

Nahezu täglich bekommen Journalisten Audio- und Videodateien aus unterschiedlichsten Quellen zugespielt. So verschieden wie die Herkunft ist meist auch die der verwendeten Dateiformate. Die Lösung für dieses Problem ist der Der VLC Media Player. Er spielt nahezu alle Audio- und Videodateien ab, darunter MP3s, DVDs, Video-CDs, MPEGs und DivX. Auch Vídeostreams aus dem internet sind kein Problem für das kostenlose Programm. Darüber hinaus dient der VLC Media Player auch als Video- und Audio-Konverter sowie als analoges Aufnahmegerät. Verfügbar ist der Alleskönner für nahezu alle Betriebssysteme. Inzwischen gibt es ihn sogar als App für iPad, iPhone und Android.

Download: VLC Media Player

Mit Audacity erhalten Journlaisten ein Audacity ein Gratis-Tonstudio zum Aufnehmen, Bearbeiten und Abspielen von Audio-Dateien. Das Programm ist sehr leistungsfähig und beherrscht den Import und Export aller gängigen  Audioformate wie beispielsweise MP3, Ogg/Vorbis, WAV, MIDI oder AIFF. Trotzdem ist es sehr intuitiv und macht auch wenig erfahrenen redakteuern den Einstieg leicht. Mit Audacity können Rsie Audiodateien konvertieren, sie auf beliebig vielen Spuren mischten und bearbeiten, Klangeffekte hinzufügen oder die Abspielgeschwindigkeit verändern. So können Beiträge vom einfachen Interview bis zum Hörfeature erstellt werden. Audacity ist für Windows, Linux, Mac OS X und Unix erhältlich.

Download: Audacity

Was der VLC Media Player für Audio- und Videodateien ist, gilt im Bereich von Bildern für Gimp. Das GNU Image Manipulation Program ist ein kostenloses Komplettpaket zur Bearbeitung, Optimierung und Retusche von Digitalfotos. Es ist imstande, viele grafische Dateiformate schreiben und lesen zu können. Sogar Photoshop-Dateien (PSD-Dateien) lassen sich (mit Einschränkungen) öffnen. Auch in sachen Funktionsumfang steht Gimp seiner teuren Schwester in nichts nach. Neben der Version für GNU/Linux und Unix läuft das Programm auch auf Microsoft Windows, Mac OS X und AmigaOS 4.

Download: Gimp

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Matthias Süßen

Matthias Süßen arbeitet als freier Journalist, Blogger und Trainer. Er berät Medienunternehmen und wissenschaftliche Institutionen im Bereich Social Media, Mobile Reporting, Online- und Videojournalismus. Hier bloggt er zu seinen persönlichen Interessengebieten Fotografie, Reisen, Wissenschaft und Technik, Online-Journalismus sowie zu Themen der Lokalgeschichte Ostfrieslands.

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