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Themes: Wie du das richtige Design für deine Seite findest

Die Wahl des richtigen Themes gehört wohl zu den schwierigsten für jeden Webseitenbetreiber. In diesem Blogbeitrag werde ich dir einige Tipps geben, wie du das richtige Theme für deine Website findest.

Google kennt eine Menge WordPress-Designvorlagen: 293.000 Millionen Ergebnisse nach 0,35 Sekunden.

Zunächst einmal ein wenig Vokabular: Die Designvorlagen heißen bei WordPress „Themes“. Und die Auswahl an kostenlosen (aber auch kostenpflichtigen) Designs ist gigantisch: Allein die Suche nach WordPress Themes liefert bei Google ungefähr 293.000.000 Ergebnisse. Dabei ist das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Die große Vielfalt macht die Entscheidung für ein Design nicht gerade einfacher. Dabei ist das Aussehen der Seite enorm wichtig. Wie auch sonst entscheidet im Internet oft der erste Eindruck. Besucher der Seite entscheiden innerhalb von Sekunden aus rein visuellen Erwägungen, ob ihnen die Seite zusagt oder eben nicht.

Neben rein grafischen Fragen gibt es aber auch technische Details, etwa zur Ladezeit, dem Funktionsumfang etc. zu klären. Und nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass das Theme auch auf mobilen Endgeräten gut aussieht.

Artikelbild zum Beitrag: Das richtige Theme finden. Es zeigt einen Laptop und ein Smartphone, auf dem eine Webseite geöffnet ist.
Ein gutes Design funktioniert auf allen internetfähigen Endgeräten.

Bevor ich mich bei einer ganz neuen Seite für ein Design entscheide, lege ich zunächst ein paar typische Beiträge und Seiten an und erstelle ein Menü. So lässt sich besser beurteilen, ob ein Design für meine Bedürfnisse passt. Manche sehen in der Vorschau oder auch in der Demoversion mit speziell für sie zugeschnittenen Inhalten gut aus, passen aber eben nicht zu den eigenen Bildern, Texten, Videos…

Ich kann dir nur raten, auch so vorzugehen. Hier liste ich dir ein paar Fragen auf, die dir im Anschluss die Wahl des für dich (und deine Zielgruppe) richtigen Themes erleichtern.

Sei dir über deine Anforderungen und Ziele im Klaren

Bevor du nach einem Theme suchst, musst du dir über deine Anforderungen und Ziele im Klaren sein. Welches Ziel verfolgst du mit deiner Website? Im Idealfall hast du dir darüber schon in deinem Webseitenkonzept Gedanken gemacht.

Möchtest du ein Blog betreiben, Produkte verkaufen oder eine Unternehmens-Website erstellen? Welche Funktionen benötigst du? Hat deine Zielgruppe besondere Ansprüche an das Design? Grundsätzlich sollte und muss die Webseite natürlich barrierefrei sein.

Darüber hinaus kann es für bestimmte Zielgruppen besonders wichtig sein, dass etwa die Schriftgröße sehr groß sein sollte. Auch sollte der Kontrast der Schrift zum Hintergrund ausreichend sein. Wenn du deine Anforderungen und Ziele definiert hast, wird es einfacher, ein Theme zu finden, das deinen Bedürfnissen (und denen deiner Zielgruppe) entspricht.

Recherchiere und vergleiche Themes

Welche Bildsprache nutzt deine Zielgruppe. Recherchiere, welche Themes bei thematisch ähnlichen Seiten zum Einsatz kommen. Es gibt darüber hinaus Tausende von Themes auf dem Markt, sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige. Es lohnt sich, Zeit in die Recherche zu investieren und verschiedene Themes zu vergleichen.

Zum Start kannst du die WordPress-interne Suche nach Themes nutzen (Du findest sie unter >Design >Themes >Themes hinzufügen). Besuche darüber hinaus verschiedene Theme-Marktplätze, wie beispielsweise Themeforest (weitere Quellen findest du in diesem Beitrag), und sieh dir die Demo-Versionen an. So bekommst du einen Eindruck davon, wie das Theme auf deiner Website aussehen könnte.

Kostenlos oder kostenpflichtig?

Es gibt im Netz eine unglaublich große Anzahl an kostenlosen Themes. Viele stehen kommerziellen Lösungen in Sachen Design oder Funktionsumfang mindestens gleichauf. Allerdings muss man für die kostenlose Nutzung meist einen Link zum Designer/Programmierer auf seiner Seite akzeptieren. Bei kostenpflichtigen Designs entfällt dieser Hinweis. Es gibt zudem Nutzer, die kostenlose Designs aus Sicherheitsgründen ablehnen. Mehr dazu in diesem Beitrag. Ich selbst bin bisher sehr gut mit kostenlosen Designs gefahren.

Weniger ist mehr

Viele Leser (auch ich) schätzen ein aufgeräumtes Design, das auch auf mobilen Endgeräten einwandfrei funktioniert. Abgesehen davon sind Themes mit vielen Funktionen schnell überladen, langsam und unsicher. Überprüfe unbedingt die Ladezeit. Internetnutzer sind sehr ungeduldig.

Daran anschließend ist die Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit von großer Bedeutung. Nicht alles, was schön aussieht, lässt sich auch leicht bedienen. Prüfe auch, ob das Theme auf verschiedenen Geräten und Browsern gut funktioniert.

Achte auf die Funktionen und Flexibilität

Ein gutes Theme sollte nicht nur gut aussehen, sondern auch alle benötigten Funktionen und Flexibilität bieten. Stelle sicher, dass das Theme die Funktionen und Plugins unterstützt, die du für deine Website benötigst. Es ist auch wichtig, dass du das Theme anpassen und personalisieren kannst, um es an dein Branding anzupassen.

Prüfe die Bewertungen und den Support

Bevor du ein Theme kaufst oder ein kostenloses Theme installierst, solltest du die Bewertungen und das Feedback anderer Nutzer prüfen. Überprüfe, ob das Theme von anderen Nutzern positiv bewertet wird und ob es von einer zuverlässigen Quelle stammt. Ein guter Support ist ebenfalls wichtig, falls du Fragen oder Probleme hast.

Stelle sicher, dass das Theme-Entwickler-Team einen guten Ruf hat und schnell auf Anfragen antwortet. Auch wichtig: Gibt es Unterstützung/Handbücher durch die Theme-Entwickler oder ein Forum, das bei Problemen hilft (ggf. auch auf deutsch)?

Lässt sich das Theme an die eigenen Bedürfnisse anpassen?

Nur so erhältst auch bei häufig genutzten Themes um eine individuelle Optik für ihren Blog. Lässt sich ein Logo einbinden? Wo kann das Impressum platziert werden? Welche Funktionen brauchst du? Gibt es eine oder mehrere Sidebars? Wo gibt es in dem Theme Raum zur Installation von Widgets und zur Positionierung von Menüs? Ist das Theme auch auf Deutsch verfügbar (ggf. lsasen sich auch englische Themes übersetzen)? Bringt das Theme von Haus aus Zusatzfunktionen wie Slider, Galerien etc mit?

Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Auch wenn es auf den ersten Blick schön aussieht: Viele Effekte verlieren schnell ihren Reiz und sind dann langweilig. Also: Was brauchst du wirklich, um ihr Thema zu präsentieren und was ist nur Spielzeug? Lassen sich die Farben anpassen?

Wie aktuell ist das Theme?

Ein gutes Theme sollte auf dem aktuellsten Stand der Technik sein. Was vor zwei Jahren noch sicher war, kann heute für Angreifer aus dem Netz wie ein offenes Scheunentor wirken. Schaue also nach, wann das Theme zum letzten Mal aktualisiert wurde.

Lass andere mitentscheiden

Hast du ein Design ausgewählt, zeige es Freunden, Gleichgesinnten und der Familie und lasse es kritisch bewerten. Greife diese Anregungen unbedingt auf.

Fazit

Ein neues Theme zu installieren, ist nicht schwer. Gehe dazu einfach im Dashboard in der linken Menüleite auf den Bereich Design und klicke dort auf Themes. Im sich dann öffnenden Fenster klickst du auf hinzufügen.

WordPress schlägt dir einige mehr oder weniger schöne Themes vor, die du installieren kannst. Um andere zu sehen, kannst du die Themes entweder nach Funktionen filtern oder nach Stichworten suchen. Gefällt dir eine Vorlage, bewegst du die Maus über das Bild und klickst auf installieren.

Nachdem das geschehen ist, kannst du auf die Live-Vorschau klicken und das Theme mehr oder weniger an deine Bedürfnisse anpassen. Wenn du damit schließlich zufrieden bist, kannst du es per Klick auf „Aktivieren und Veröffentlichen“ für alle sichtbar machen.

Das richtige Theme ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg deiner Website. Mit diesen Tipps solltest du in der Lage sein, das passende Theme für deine Anforderungen und Ziele zu finden. Investiere Zeit in die Recherche und prüfe die Funktionen, Bewertungen und den Support, bevor du ein Theme kaufst oder installierst.

Dieser Blogbeitrag ist Teil der Serie Webseiten mit WordPress – ein Leitfaden für Neulinge. Ich erkläre dir darin, wie du das CMS einrichtet und bedienst.

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