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Neue Facebook-Werkzeuge zur Bearbeitung und Veröffentlichung von 360-Grad-Videos

Facebook liebt Filme. Es folgt dabei aber lediglich dem Zeitgeist: Das Unternehmen hat beobachtet, das Inhalte auf mobilen Endgeräten meist als Video konsumiert werden. Deshalb bevorzugt der Algorithmus Postings mit Filmen und zeigt im Newsfeed der Nutzer bevorzugt an. Wenn es etwas gibt, das Facebook noch mehr liebt als klassische Filmchen sind es 360-Grad-Videos. Offenbar nicht nur Facebook: Seit der Einführung von 360-Grad-Videos wurden mehr als 250.000 360 Videos in das Soziale Netzwerk hochgeladen. Für ihre Bearbeitung stellt das Unternehmen Werkzeuge zur Verfügung

Nach Angaben von Marc Zuckerberg will das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren mehr als 3 Milliarden Dollar in die Weiterentwicklung der Technologie investieren – zusätzlich zu den 2 Milliarden Dollar, die für die Übernahme von Oculus, einem Spezialisten für Virtual-Reality-Brillen, fällig waren. Klar, dass Facebook auch auf dem Feld der Bearbeitung von VR-Inhalten mitspielen will. „Da immer mehr Menschen in 360-Videoerlebnisse eintauchen, möchten wir Verlegern und Autoren helfen, ihr Publikum besser zu erreichen und mehr darüber zu erfahren, wie sie auf ihre 360-Videos reagieren“, schreibt das Unternehmen dazu und veröffentlichte eine Seite speziell für Ersteller von 360-Grad-Inhalten sowie mehrere Werkzeuge.

Separates Tool für Privatanwender

Die Bedienoberfläche der Facebook 360 Director Tools
Die Bedienoberfläche ist sehr übersichtlich gestaltet.

Die 360 Director Tools sind für den Privatanwender als separates Werkzeug nutzbar. Dort können Sie ihre 360-Grad-Videos hochladen, bearbeiten, herunterladen und anschließend bei Facebook posten. Seitenbetreiber haben direkt beim Upload von 360°-Videos Zugriff auf das Tool: Es findet sich in den Reitern über dem Video.

Kamerafahrten in 360-Grad-Videos

Facebook hat seinen Director Tools nur wenige Funktionen mitgegeben. Die aber haben es in sich. Zum einen kann man auf dem Video an beliebiger Stelle Text und Bilder platzieren, zum Anderen kann man dem User ein wenig die Kontrolle über die Blickrichtung aus der Hand nehmen. Denn bei 360-Grad-Videos ist es nicht immer leicht, eine Perspektive zu wählen, in der sich das Hauptgeschehen dauerhaft abspielt. Im Verlauf eines Videos variieren die interessantesten Punkte häufig, sind in einer Aufnahme. Wenn der Zuschauer nicht aktiv danach sucht (oder im Beschreibungstext Hinweise erhält), wird er sie nie sehen. Hier bietet das Tool Abhilfe. Im Verlauf des Videos lassen sich mehrere „sehenswerte Stellen“ festlegen, zu denen das sichtbare Bild dann schwenkt. So lassen sich Kamerafahrten in 360-Grad-Umgebungen simulieren. Ein tolles Feature, wie ich finde.

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